Kaffeegeschichte
Entdeckung des Kaffees
Um 850 nach Christus soll den Mönchen eines Abends aufgefallen sein, dass ihre Ziegen aussergewöhnlich munter waren. Die Mönche entdeckten, dass die Ziegen unbekannte Beeren gefressen hatten. Neugierig geworden, versuchten sie selbst von den dunkelroten Früchten. Sie waren aber vom bitteren Geschmack enttäuscht und warfen die Beeren ins Feuer. Kurz darauf verbreitete sich ein gar köstlicher Duft. Die Mönche löschten das Feuer und brauten aus den inzwischen "gerösteten" Kaffeebohnen ein schwarzes Getränk. Es half ihnen von da an, beim Nachtgebet wach zu bleiben.
Wo der Kaffee wächst
Kaffee gedeiht in den Ländern, welche sich auf einem Gürtel rund um den Erdball vom 24. südlichen bis 24. nördlichen Breitengrad befinden. Damit die Kaffeepflanze richtig gedeiht, müssen bestimmte klimatische Bedingungen erfüllt sein; z.B. Durchschnittstemperaturen von 20 Grad und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Je nach Anbaugebiet gedeiht der Kaffeebaum in Höhenlagen ab Meereshöhe bis ca. 2'000 m über Meer. Neun bis zehn Monate nach der Blüte können die Kirschen, die normalerweise zwei Bohnen enthalten, geerntet werden. Während der Haupterntezeit (3-4 Mte.) werden die reifen Kirschen fortlaufend sorgfältig von Hand gepflückt. Der Kaffeebaum als immergrüne Pflanze kann neben der Hauptblütezeit zu jeder Jahreszeit Blüten tragen.
Aufbereitung
Für die Gewinnung der wertvollen Bohnen werden je nach Anbaugebiet die Früchte trocken oder nass aufbereitet:
| Nasse Aufbereitung = gewaschener Kaffee | Trockene Aufbereitung = ungewaschener Kaffee |
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Handel
Weltweit ist Kaffee das zweitwichtigste Handelsgut. Das grösste Volumen wird an der New Yorker Kaffeebörse umgesetzt. In London befindet sich ein weiterer wichtiger Handelsplatz. Seine lange Reise macht der Kaffee in der Regel per Schiff bis nach Basel in die Schweiz. Der Weitertransport zur Rösterei erfolgt dann per Camion oder per Bahn.

